Dorsch-WM auf den Lofoten – lustisch wars… Jetzt mit Film!

 

Heia, das war mal eine lustige Veranstaltung. Ein bisschen verrückt muss man ja schon sein, Mitte März für 2 Tage auf die Lofoten zu reisen. Aber welcher Angler ist nicht ein bisschen verrückt 😉 Ich war da vom 14. bis 17. März, um die Weltmeisterschaft im Dorschangeln anzuschauen. Denn jetzt ist die Zeit, in der der Skrei, der laichbereite Dorsch, in Massen in den Vestfjord zieht. Kutter_Lofoten_loUnd gleich für alle Meckerpötte, die schon wieder aufschreien LAICHDORSCH!, sei gesagt: Der Dorschbestand in Nordnorwegen ist gewaltig groß, weil die Norweger eben auch sehr strenge Schutzmaßnahmen haben. Trotz intensiver Befischung ist der Bestand besser als noch vor 50 Jahren! Also, weiter im Text: Über 600, genau 660 Anmeldungen gingen bei den Veranstaltern ein. Es werden 2 Wertungstage durchgeführt – am ersten geht es um den Lofoten-Cup, am zweiten um die Skrei-WM. Da zählt der schwerste Dorsch. Dieses Jahr wurde sogar der WM-Rekord gebrochen. 23 Mal fand diese WM nun schon auf den Lofoten statt – schwerster Dorsch bis dato war ein 27,5 Kilo schwerer Fisch des Dänen Jan Bisgaard. Dieses Jahr gelang dem Norweger Kjetil Bjørdal der Fang eines 28,3 Kilo schweren Dorsches (s. Bild). Siegerfisch 2013Damit gewann er das Turnier. Mich hatte die norwegische Tourismusorganisation Innovation Norway auch freundlicherweise registriert und ich versuchte, ausschließlich auf Kapitale zu angeln. skrei_WM2013__DIV2890Die „kleineren“ Fische stehen meist von 10 bis 20 Meter über Grund – darüber stromern die „Dicken“. So angelte ich mit dem Riesen-Gummifisch Big Bob von Kinetic (730 g!) immer weit über Grund. Da bekam ich zwar sehr wenige Bisse, aber wenn, dann! Und so konnte ich einen 17 Kilo schweren Dorsch an Bord holen. Beim offiziellen Wiegen hatte der Fisch leider schon durch langes Liegen auf dem Kutter „abgenommen“ und wurde mit 16,3 Kilo in die Listen eingetragen. So landete ich bei meiner ersten Skrei-WM dann auf dem 25. Platz – von 660 Anglern ja mal nicht so schlecht, oder? Und der erste Nicht-Norweger in der Platzierung – na, über irgendwas muss man sich ja freuen, wenn man schon den Thron-Platz nicht erreicht.17KG_Hochformat_low
Die Stimmung im Veranstaltungsort Svolvær ist übrigens grandios: Da herrscht ein paar Tage der Ausnahmezustand. Viele Freundschaften werden geschlossen – die meisten halten allerdings nur ein paar Bier lang 😉 Egal: Ich habe mich dort sehr wohl gefühlt und überlege schon, nächstes Jahr wieder hinzufahren. Vielleicht haben ja ein paar Mutige Lust und wir bilden ein KUTTER&KÜSTE-Team? Mal schauen – vielleicht starte ich einen Aufruf dazu in der kommenden K&K. Hier ein paar Bilder von der tollen Veranstaltung. Und hier gibt’s Infos zur Skrei-WM auf den Lofoten.
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